Sehr schöne Kletterwanderung ins riesige Felsenfenster in der Westwand der Meßnerin. 

Vom nebligen Grünen See-Parkplatz auf die Klammhöhe und zu einer Wildfütterung und von dort aus querend bzw. leicht aufsteigend nach Norden. Nach einem Felsvorsprung werden Steigspuren sichtbar die auf einen der eigentlichen Wand vorgelagerten Schrofensporn führen. Etwa 50 vor der im bergsteigen.at erwähnten Höhle rechts zu Bohrhaken hinauf und dann diesen folgend in einen Schotterkessel (Wegführung etwas anders als im Topo eingezeichnet, kein schlechter Fels). Im Felskessel über Schrofen links ins Eck hinauf, dann entweder direkt über eine Platte im IIIen Grad, oder etwas rechts davon leichter über einen Pfeiler ins Gelände oberhalb des Kessels. Links über eine Latschengasse unter zerfressenen Felswände und nach rechts bis man an der eigentlichen Wand ansteht. Hier über eine Felsstufe nach links und zur klettertechnischen Schüsselstelle der Tour hinauf, 7m im dritten Grad zu einem Abseilstand, dann wieder leichter nach links zum Felstor. Weiter linkshaltend über einen ausgesetzten Grat auf den Gipfel mit steigbuch, dann aufsteigend querendend nach links zu einer unscheinbaren Latschengasse. Hier sehr ausgesetzt und etwas unangenehm nach links abklettern bis man zu der nächsten Latschengasse queren kann. Diese Passagen sind die unangenehmsten Stellen der ganzen Tour, nicht schwer aber kaum abzusichern. Der Fels ist auf der Idealllinie einigermassen abgeklettert, wird sonst aber schnell extrem brüchig und grasig. Nach der Querung nach links in eine Rinne und danach aufwärts in eine Felsscharte und auf die andere Seite des Berges. Ab hier nur mehr grasige Schrofen und Latschengassen bis zum Gipfelplateau. 

Schöne, anspruchsvolle Kraxelei, unten viele Haken aber spätestens ab dem Steigbuch sehr alpin. Es wäre aber sicher möglich nach dem Steigbuch wieder bis zum Bereich der zerfressenen Wand abzusteigen/abzuseilen und von unten direkt in die Rinne aufzusteigen.